Tennis-Bundesligist erwärmt sich für Geothermie

V. l. n. r.: Jochen Lindner, Roland Benedikt, Helmut Mangold, Dr. Andreas Most. © Dr. Norbert Baumgärtner

Pullach – Auch im Winter wird der Tennissport beim Tennisclub Großhesselohe (TCG) künftig weitgehend frei von CO2-Emissionen stattfinden. Die Voraussetzung dafür hat der Pullacher Bundesligist kürzlich durch einen Anschluss seiner gesamten Liegenschaften, darunter zwei energieintensive Traglufthallen, an das Fernwärmenetz der Geothermiegesellschaft IEP geschaffen.

Zur offiziellen Inbetriebnahme der umwelt- und klimafreundlichen Wärmeversorgung trafen sich TCG-Präsident Roland Benedikt, TCG-Finanzvorstand Jochen Lindner, IEP-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Andreas Most und IEP-Geschäftsführer Helmut Mangold auf dem Gelände des Traditionsclubs.

Drei Tennishallen mit insgesamt sieben Plätzen betreibt der TCG auf seinem 20.000 Quadratmeter großen Areal, fünf dieser Plätze sind in zwei Traglufthallen untergebracht. Neben diesen Sportanlagen werden künftig auch die Geschäftsstelle sowie das Vereinsheim samt Clubrestaurant mit Pullacher Geothermie beheizt. Umgerechnet rund 25.000 Liter Heizöl und 80.000 Liter Flüssiggas jährlich wird die Geothermie-Partnerschaft mit der IEP dem Tennisclub ab sofort einsparen, dadurch werden etwa 200 Tonnen CO2 jährlich vermieden.

Clubpräsident Benedikt lobte den Abschluss mit der IEP als „vor allem aus Umweltaspekten sehr charmante Lösung“, die schon in der Bauphase mit Baumschutzmaßnahmen und sehr rücksichtsvoller Vorgehensweise begonnen habe. Auch mit dem Spielbetrieb seien die Erschließungsmaßnahmen ausgezeichnet koordiniert worden. Sein Vorstandskollege Lindner freute sich über die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der IEP, die sich von den ersten Sondierungen bis zur letztlichen Realisierung als echter und kundenfreundlicher Dienstleister gezeigt habe. „Ein überzeugendes Konzept mit geringem Flächenverbrauch und hoher Umweltfreundlichkeit, das hervorragend zu unserem Club passt“, so Lindner.

Auch Helmut Mangold und Andreas Most waren von der guten Kooperation mit dem Tennisclub angetan. Traglufthallen mit Geothermie zu betreiben sei ein Novum und seines Wissens auch einzigartig in Bayern, wo die Tiefengeothermie ihren Schwerpunkt habe, so Mangold. Most, der auch Pullacher Gemeinderat ist, freute sich für die Gemeinde, dass das jahrzehntelange gute Verhältnis mit dem TC Großhesselohe nun auch zu einer Energie-Partnerschaft mit der IEP geführt habe. Die räumliche Nähe ermögliche der IEP einen besonders intensiven Service für ihre Kunden, wovon auch der TCG profitieren werde, sagte Most.

Nicht nur mit einer verbesserten Ökobilanz startet der TC Großhesselohe in die nächste Bundesligasaison, auch das Herren-Bundesligateam wurde deutlich verstärkt. Mit Philipp Kohlschreiber, Rudolf Molleker, Emil Ruusuvuori und Jérémy Chardy hat der Club vier neue Spieler mit Weltklasse-Format verpflichtet, ferner bleiben Topspieler wie Florian Meyer und Nikoloz Basilashvili an Bord. „Mit diesem hochkarätig besetzten Kader wollen wir oben mitspielen und unseren Zuschauern Spitzentennis zum Anfassen präsentieren“, so Benedikt.

Autor: Dr. Norbert Baumgärtner

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