Wie steht es um die klimafreundliche Wärmeversorgung im Süden von München und welche Rolle spielt dabei die Innovative Energie für Pullach (IEP)? Der neue IEP-Aufsichtsrat wurde am Samstag, 13.06.2026, eingearbeitet.
Unter der Leitung der Aufsichtsratsvorsitzenden und Ersten Bürgermeisterin Christine Eisenmann haben sich die Mitglieder des IEP-Aufsichtsrats am Samstag, 13.06.2026, zur Einarbeitung getroffen. Geschäftsführer Helmut Mangold informierte das Gremium über den aktuellen Stand der Planungen. Themen waren die neuen Bohrungen, der Ausbau des Fernwärmenetzes für neue Fernwärme-Kunden, die Wirtschaftlichkeit sowie die Finanzierung. „Die Atmosphäre und die Diskussion im Gremium habe ich als sehr konstruktiv und wertschätzend empfunden“, sagt Bürgermeisterin Christine Eisenmann.
Sachstand und Pläne der IEP
Die IEP verfolgt ehrgeizige Pläne mit unterschiedlichen Szenarien und attraktiven Wärme- und Kälte-Interessenten. Das macht die Arbeit für das Aufsichtsgremium interessant und anspruchsvoll. Es gibt verschiedene Optionen: Drei oder fünf neue Bohrungen am Standort Pullach Süd sowie einen mit Weitblick gesicherten Claim in Baierbrunn. Die Umsetzung dieser Optionen ist abhängig von der Fündigkeit der Bohrungen, von den künftigen Kunden und der Finanzierung. „Fernwärme aus Tiefengeothermie ist kein fertiges Produkt, das sofort zur Verfügung steht. Hier gibt es immer ein Henne-Ei-Problem. Denn die Fündigkeit, die Fördermenge mit Litern pro Sekunde und die Temperatur des Thermalwassers sind die Grundlage für die Projekt-Optionen und künftigen Einnahmequellen“, sagt Geschäftsführer Helmut Mangold.
„Der Aufsichtsrat und ich wollen die besten Lösungen für Pullach. Mit dieser übergreifenden Zielsetzung hat die Einarbeitung am Samstag stattgefunden. Alle am Tisch wollen und werden ihr Wissen und Know-how einbringen und die Umsetzung der Pläne konstruktiv begleiten“, sagt Eisenmann.
Ausblick
Wie es jetzt weitergeht? Das Gremium hat einen tiefen Einblick bekommen und gesehen, wie groß der Schatz ist, auf dem Pullach sitzt, und welches Potenzial sich daraus für die Gemeinde ergibt. Der Wärmebedarf für klimafreundliche Erdwärme aus Tiefengeothermie im Münchner Süden ist riesig. Der Kälte-Bedarf lässt sich mit wärmebetriebenen Kältemaschinen decken, was der IEP auch im Sommer Einnahmen bringt. Als Kommunal- und Landkreispolitikerin hat Christine Eisenmann in den vergangenen Wochen ihre Kontakte genutzt, um die Zusammenarbeit mit den Würmtalgemeinden und auf Landkreisebene zu befördern. Mangold und Eisenmann freuen sich auf die enge und offene Zusammenarbeit mit allen Gremiumsmitgliedern des Aufsichtsrats.

v.l.n.r. Einarbeitungssitzung des neuen IEP-Aufsichtsrats mit Jürgen Stohrer, Nils Kleemann, Christine Eisenmann, IEP-Geschäftsführer Helmut Mangold, Lukas Anthuber und Cornelius Hintschich (beide IEP), Falk Raudies, Dr. Hermann Langenmayr und Christoph Caselitz.